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HISTORISCHES

Das Zisterzienserkloster “St. Gertrudis”

“Sankt Gertrudis” ist ein ehemaliges Nonnenkloster der Zisterzienser. Es wurde 1253 von den Grafen von Hakeborn gegründet und erst 1810 säkularisiert. Sehenswert ist der kreuzgratgewölbte Kreuzgang in der Klausur, der 1780 als Neubau fertiggestellt wurde. Ein architektonisch hervorgehobenes Portal im einstigen Äbtissinnen – Flügel zeigt ein Wappenrelief der Äbtissin und ihres Probstes, der Bauherren des Südflügels des Klosters. Im 12. und 13. Jahrhundert stand auf dem Grundstück eine Wasserburg der Herren von Hedesleve.

Über dem Toreingang befindet sich eine kleine Pieta und im übergiebelten Aufsatz ein Sandsteinrelief der heiligen Gertrud von Nivelles, welche die Schutzpatronin des Klosters war. Die einstige Klosterkirche dient heute der katholischen Gemeinde als Gotteshaus, welches 1846 auf dem alten Namen neu erbaut wurde.

1811 wurden Klostergebäude und Ländereien veräußert und gelangten in Privatbesitz. In der Nachkriegszeit bekamen Klein- und Neubauern die Ackergrundstücke, die Gebäude gingen in das Eigentum der Gemeinde Hedersleben über. Mitte der 50er Jahre wurde im Hauptgebäude eine Landschule eingerichtet, die bis 1977 bestand. Den Wirtschaftshof des Klosters nutzte eine LPG für unterschiedlichste Zwecke